Saufen und sich berauschen - ein menschliches Grundbedürfnis...
Auch das Mittelalter war voll von Bildern wie die Menschen innerhalb ihrer sozialen Gruppen, in denen sie lebten, tranken, sich zuprosteten oder unter den Tisch soffen: Bauern und Handwerker, die in ihrem arbeitsreichen und armseligern Leben ohnehin nicht viel zu lachen hatten, ließen sich dann auf Festen und Feiertagen nicht selten bis zum Überlaufen vollaufen:
Der Klerus sah sich indessen lieber beim Verkosteten des Weines oder beim Abschmecken des Bieres, das in den Klosterbrauereien prächtig heran reifte. Und der Adel ließ sich gerne bei opulenten Festen abbilden, und demonstrierte damit seinen Reichtum und seine Macht. Das einige der hohen Herrschaften es beim Feiern übertrieben und sich den zeitgenössischen Malern auch schon mal unter den Tischen präsentierten, focht niemanden an. Im Gegenteil, handelte es sich hier um ein Zeichen äußerster Genussfähigkeit und grenzenloser Hingabe.
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